Eltern-Kind

KinderhausDas Kinderhaus ist ein spezielles Angebot an suchtmittelabhängige oder -gefährdete Mütter und Väter, aber auch für Schwangere bzw. „werdende Eltern“. Mit ihren Kindern unter einem Dach lebend, absolvieren Eltern oder Alleinerziehende ihre Rehabilitation, erhalten Rat und Hilfe in Erziehungsfragen sowie Unterstützung in der Organisation des „ganz normalen Familienalltags“. 
Zum gegenseitigen Kennenlernen findet im Vorfeld ein Info-Gespräch in der Einrichtung statt.

Aufnahmevoraussetzung:

Erwachsene und junge Menschen (ab 17 Jahre) werden mit einer gültigen Kostenzusage der Deutschen Rentenversicherung (LVA), der AGSU, der Krankenkasse oder des Jugendamtes (§19 SGB VIII) aufgenommen. Die Unterbringung des Kindes (der Kinder) erfolgt auf Grundlage der Kostenübernahme durch das Jugendamt (§§ 27 ff., § 34 SGB VIII) und des Kostenträgers von Mutter/Vater im Rahmen der Haushaltshilfe.

Aufnahmealter:

Eltern: Erwachsene, Schwangere & junge Menschen/Schwangere ab 17 Jahren
Kinder: zwischen 0 und 12 Jahre

So schwer es auch fällt, sich dies einzugestehen: Kinder zu haben und suchtmittelabhängig oder suchtgefährdet zu sein, stellt im Alltag einen Konflikt dar, bei dem die Kinder häufig den Kürzeren ziehen. Den Bedürfnissen eines Kindes gerecht zu werden und gleichzeitig unter dem Zwang zu stehen, sich selbst in regelmäßigen Abständen mit Suchtmitteln zu versorgen, passt nicht wirklich gut zusammen.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht ausdrücklich nicht darum, Schuldgefühle zu wecken; vielmehr ist dies ein Angebot - oder besser: eine Einladung - an suchtgefährdete oder suchtmittelabhängige Eltern bzw. Elternteile oder auch Schwangere, einen anderen Weg auszuprobieren: das Leben ohne Suchtmittel.

Sicherlich erst einmal schwer vorstellbar, aber trotzdem ein lohnendes Ziel. Denn auch wenn die Wirkung des Suchtmittels anfangs noch angenehm erscheint, kehrt sich dies im Laufe der Zeit immer mehr ins Negative um. Schöne Dinge, die einem vorher Spaß bereitet und am Herzen gelegen haben, gehen verloren. Diese Dinge wieder für sich zu entdecken ist ein wesentliches Ziel der Therapie bei uns.

„Suchtmittelfreies Leben soll und muss auch Spaß machen“

Gern können Sie sich im Rahmen eines Informationsgespräches hier vor Ort davon überzeugen, dass dies keine leeren Worte sind. Um schließlich in unserem Hause aufgenommen werden zu können, müssten Sie sich zusammen mit Ihrer Suchtberatung um eine Kostenzusage für sich und Ihr Kind bzw. Ihre Kinder kümmern. Bei eventuellen Problemen können wir Sie auch unterstützen.

Leiterin der Eltern-Kind-Abteilung

Anette Wenzel

05662 – 94800